In Bamberg findet man den ältesten vollständig erhaltenen Kreuzweg Deutschlands. Auf der Bamberger "via dolorosa" wollten die Menschen im Spätmittelalter den Leidensweg Jesu Christi nachempfinden. Seit 1503 zieht sich der Leidensweg von der Kirche St. Elisabeth hinauf zur Kirche St. Getreu. Der Stifter Heinrich Marschalk von Raueneck ließ die Stationen genau so anlegen, wie er sie in Jerusalem gesehen und in Schritten "vermessen" hatte. Am Portal der Elisabethenkirche findet man sich vor dem Haus des Pilatus wieder, wo Christus sein Kreuz schultert; die Aufseßstraße hinauf folgt man seinem Weg nach Golgotha. In der Kirche St. Getreu findet die Leidengeschichte mit Kreuzigung, Tod und Grablegung Christi schließlich ihr Ende.
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