 Das Wissen um die Bedürfnisse und Wünsche der Gäste ist im Wettbewerb der Destinationen entscheidend. Diesem Leitsatz folgend beteiligte sich der TKS am über mehrere Jahre laufenden Projekt „Tourismusmonitoring Bayerische Städte“. Dieses war vom Tourismusverband Franken für 2008 und die Folgejahre in Auftrag gegeben worden war und so wurden vergangenes Jahr in Bamberg rund 300 computergestützte Interviews durchgeführt, die eine ganze Reihe von bemerkenswerten und teils auch verblüffenden Erkenntnissen lieferten. Aus diesen Ergebnissen lassen sich für Bambergs Tourismuspartner wichtige Leitlinien und Maßgaben ableiten, die für eine erfolgreiche touristische Zukunft richtungsweisend sind.
Das durchführende Institut CenTouris (Centrum für marktorientierte Tou-rismusforschung der Uni Passau), Herr Dr. Hribek und Herr Dr. Rösch hat nun am Montag, 13. Juli 2009 um 14:30 Uhr im Welcome Kongress Hotel die Ergebnisse der Befragungswelle 2008 vorgestellt, die auch Informationen zum Kontext Bambergs im Vergleich zu den anderen beteiligten Städten Würzburg und Bayreuth liefern.
Eines der signifikantesten Ergebnisse war, dass 42% der Befragten Wie-derholungsgäste waren, davon sind 8% Stammgäste. Das zeigt eindeutig, dass Bamberg sich zu einem sehr beliebten Reiseziel etabliert hat, das soviel zu bieten hat, dass dadurch eine hohe Kundenbindung erreicht wird.
Im Vergleich zu den Fränkischen Städten insgesamt (34%), wird der Bam-bergbesuch von 44% der Befragten, die allesamt in Bamberg oder der Re-gion im Rahmen dieser Reise nächtigten, als echte Städtereise deklariert
und 16% bezeichnen ihn als Kulturreise (21% fränkische Städte insge-samt). So verwundert es auch nicht, dass von jenen 93% einen Dombe-such eingeplant haben und 51% an einem Stadtrundgang teilnehmen. 72% davon wollten die Bierkultur Bambergs genießen und immerhin 35% kultu-relle Angebote wie Museum, Konzert oder Theater nutzen. Bei Ausflugszie-len in die Region gaben 58% an, sie würden weitere Städte der Region im Umkreis von 50 km besuchen, 44% wollten zur Barockbasilika Vierzehnhei-ligen sowie zum Kloster Banz und 38% zog es in die umgebenden Natur-parks.
In der Frage nach dem Hauptcharakteristikum Bambergs erklärten 99%, dass die malerische Altstadt für Bamberg steht, 97% waren durch die
attraktiven kulturellen Sehenswürdigkeiten sehr beeindruckt und 80% fan-den, dass der Status als Weltkulturerbe Bamberg einen besonderen Erleb-niswert verleiht. Das deckt sich auch mit den abgefragten Urlaubsmotiven, bei denen das Kriterium „Klassische Sehenswürdigkeiten“ mit 74% ganz vorne stand, dicht gefolgt von „Weltkulturerbe“ mit 67%.
65% aller interviewten Reisenden waren übrigens mit ihrem Partner in Bamberg (56% fränkische Städte insgesamt).
Besondere Erkenntnisse lieferten auch die Fragen nach dem Buchungs- und Informationsverhalten: 64% informierten sich online vor Reiseantritt und 31% besuchten direkt den Internetauftritt des TKS www.bamberg.info.
45% bereiteten sich auf ihre Reise durch die Lektüre eines Reiseführers bzw. –zeitschrift vor. Interessant war auch, dass 48% der Gäste sich hier vor Ort Auskünfte bei der Tourist Information holten (fränkische Städte: 38%). Verbesserungsfähig ist jedoch, dass die Gäste in den Unterkünften nicht aktiv auf das Serviceangebot der Tourist Information hingewiesen werden, sondern dass die Vermieter ihre Kunden nur mit Prospekten (63%) versorgten.
Ein riesengroßes Kompliment der Besucher an Bamberg war aber vor allem der Grad der Wiederbesuchsabsicht, der bei 88% liegt; außerdem würden 91% aller befragten Bamberg-Besucher eine Reise hierher weiterempfehlen!
Aus diesen und weiteren Ergebnissen lassen sich für Bambergs Tourismuspartner wichtige Leitlinien und Maßgaben ableiten, die für eine erfolgreiche touristische Zukunft entscheidend sind.
So muss beispielsweise angesichts der hohen Nutzung des Mediums Inter-net die Plattform www.bamberg.info kontinuierlich ausgebaut werden.
Da sich 27% der Übernachtungsgäste hier vor Ort in den Unterkünften in-formieren, sind diese dazu angehalten, die Gäste aktiver und umfassender zu beraten und die Informationsvermittlung durch die Vermieter insgesamt zu verbessern.
Aufgrund des relativ hohen Interesses (35%) der Bamberg-Besucher an Ausflügen in die Region sollen die Synergieeffekte mit den Partnern noch stärker genutzt werden.
Die zweite Befragungswelle, die für 2010 geplant ist, wird wohl sicherlich neue Erkenntnisse über Änderungen im Reiseverhalten oder Verbesserun-gen bzw. Verschlechterungen der Gegebenheiten hier vor Ort ermitteln und nachhaltig gezielte Tourismusstrategien beeinflussen.
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