 Das Staub'sche Haus, ein bürgerliches Stadtpalais aus dem späten 18. Jahrhundert, bildet den Rahmen für ein ganz besonderes Kleinod: Das Bamberger Marionettentheater. Klaus Loose entdeckte Ende der 1950-er Jahre bei einem Berliner Antiquitätenhändler die Bühnenteile eines aufgegebenen Wander-Marionettentheaters von 1821. Damit begann er in Oldenburg in den 1960er Jahren erste Theaterstücke aufzuführen. In den 1980ern zog er mit seinem Theater nach Bamberg um und richtete sich im Staubschen Haus ein. Gespielt werden Klassiker der Barockzeit und der Romantik in ihren Originalfassungen, wie zum Beispiel die Opern „Der Freischütz“ von Weber, „Die Zauberflöte“ von Mozart oder „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck. Aber auch Schauspiele wie „Der Sandmann“ nach E.T.A. Hoffmann und „Ein Sommernachtstraum“ von Shakespeare. Doch nicht nur diese Stücke selbst, auch die Atmosphäre eines Theaterbesuchs im 19. Jahrhundert werden lebendig: Das Theater orientiert sich in seiner Ausstattung der Räume am damaligen Stil. |