 Das Staub'sche Haus, ein bürgerliches Stadtpalais aus dem späten 18. Jahrhundert, bildet den Rahmen für ein ganz besonderes Kleinod: Das Bamberger Marionettentheater. Klaus Loose entdeckte Ende der 50er Jahre in Oldenburg ein aus Altersgründen aufgegebenes Wander-Marionettentheater und begann damit erste Theaterstücke aufzuführen. 1960 zog er mit seinem Theater nach Bamberg um und richtete sich dort im Staub'schen Haus ein, das selbst ab 1821 ein Marionettentheater beherbergt hatte. Gespielt werden Klassiker der Barockzeit und Romanik, zum Beispiel die Oper "Der Freischütz", "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart, "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann oder "Hänsel und Gretel". Doch nicht nur diese Stücke, auch die Atmosphäre eines Theaterbesuchs im 19. Jahrhundert werden lebendig: Das Staub'sche Haus orientiert sich in seiner Ausstattung von den Tapeten bis zu den Stühlen am damaligen Stil. |