Die Ausstellung bringt zwei international beachtete künstlerische Positionen zusammen, die den menschlichen Körper in den Mittelpunkt ihrer Praxis stellen und aus unterschiedlichen, bewusst konträren Perspektiven zentrale Fragen nach Identität, Gesellschaft und Wandel verhandeln.
Die Ausstellung in der Stadtgalerie Villa Dessauer beleuchtet den Körper als vielschichtiges Ausdrucksmedium – verletzlich, formbar und geprägt von sozialen wie technologischen Einflüssen. Dabei treffen zwei künstlerische Positionen aufeinander: Während Sophia Süßmilch mit Humor, Provokation und Radikalität gesellschaftliche Tabus hinterfragt und Körperlichkeit als Ort von Lust, Schmerz und Widerstand inszeniert, setzt sich Cathrin Hoffmann mit der menschlichen Gestalt im Spannungsfeld von Realität und Virtualität auseinander. Ihre Arbeiten thematisieren Entfremdung, Digitalisierung und hybride Körperbilder zwischen physischer Präsenz und digitaler Auflösung.
Im Zusammenspiel entsteht ein eindrücklicher Dialog, der aktuelle Themen wie Körperpolitik, Geschlechterfragen und digitale Transformation aufgreift. In Malerei, Skulptur und Installation wird der menschliche Körper so zum Spiegel unserer Gegenwart und ihrer Umbrüche.



