E. T. A. Hoffmann, dessen Geburtstag sich dieses Jahr zum 250. Male jährt, machte uns bekannt mit seinem geliebten Hausgenossen, dem Kater Murr, einem Jüngling, der die wunderbare Gabe besaß, durch das einzige Wörtchen „Miau“ Freude, Schmerz, Wonne und Entzücken, Angst und Verzweiflung, kurz, alle Empfindungen und Leidenschaften des Lebens auszudrücken.
Der Schauspieler Andreas Ulich vertieft diese Bekanntschaft und liest aus des Katers höchstselbst verfasster Biografie, von der Murr sagt, er habe sie „mit Sicherheit und Ruhe, die dem wahren Genie angeboren, der Welt übergeben, damit sie lerne, wie man sich zum großen Kater bildet.“ Doch Murr schick gleich eine Warnung mit an die Lesenden: „Sollte jemand verwegen genug sein, gegen den gediegenen Wert des außerordentlichen Buchs einige Zweifel erheben zu wollen, so mag er bedenken, dass er es mit einem Kater zu tun hat, der Geist, Verstand besitzt und scharfe Krallen.“
Nun, seinen Sie versichert, das Risiko Ihrerseits wird sich in Grenzen halten, das Vergnügen jedoch wird ganz auf Ihrer Seite sein.
Nach Abschluss seiner Schauspielausbildung in Berlin und nach Engagements an verschiedenen deutschen Bühnen war Andreas Ulich zwölf Jahre lang Ensemblemitglied des Bamberger E.T.A. Hoffmann-Theaters.
Ebenfalls in Bamberg eröffnete er im Jahr 2005 gemeinsam mit seiner Frau den literarischen Teesalon „Teegießerei“.
In den Ausstellungsräumen des Bamberger E.T.A. Hoffmann-Hauses etablierte Andreas Ulich 2011 eine Veranstaltungsreihe mit Lesungen und Soireen, und 2015 wurde er für sein künstlerisches Schaffen mit dem Berganza-Preis des Bamberger Kunstvereins ausgezeichnet.
Im selben Jahr erschien sein erster Roman mit dem Titel „Zwei Raben“, und im Jahr 2016 gewann seine Geschichte „Kranewitt den ersten Preis beim Schweizer Parc-Ela-Geschichtenwettbewerb.
Andreas Ulich schrieb mehrere Kinderstücke, und die CD-Aufnahme des Stückes „Ratze-Fatze-Rüdiger – Eine kleine Ratte mit Pfiff“, zu dem er den Text verfasst und gesprochen hatte, wurde vom Verband Deutscher Musikschulen mit dem Prädikat „Empfohlen“ ausgezeichnet.
Im Frühjahr 2025 erschien sein neuester Roman „Jeremy und Erbse“.
Andreas Ulich lebt und arbeitet in Brandenburg.
Datum: 7. Oktober 2026
Zeit: 19:00 Uhr
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