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E. T. A. Hoffmann und die romantische Dichterliebe

Christoph Klein liest aus seiner Handschrift von Klein Zaches. Ein Künstlergespräch

Datum: 24. Oktober 2026

Zeit: 19:00 Uhr


Blendung und Projektion sind Themen, die im Märchen von Klein Zaches auf gesellschaftlicher wie persönlicher Ebene eine dominante Rolle spielen. Die Liebe des romantischen Dichters Balthasar zu seiner angebeteten Candida schildert E. T. A. Hoffmann mit satirischen Seitenhieben. Sie lassen das romantische Ideal als eine Projektion erscheinen, die Konsequenzen nach sich ziehen kann, die nicht eben geeignet sind, das Überleben der Angebeteten zu gewährleisten. Doch mithilfe von Zauber dürfen Balthasar und Candida wenigstens hoffen, ein gemeinsames Leben zufrieden und in gegenseitigem Unverständnis am heimischen Herd zu genießen.
In der illustrierten Handschrift, die Christoph Klein zu Klein Zaches erstellte, spielt die Dichterliebe des Balthasar auch bildlich eine große Rolle. Klein nahm dabei auch Anleihen bei Malern wie Philipp Otto Runge oder Johann Friedrich Overbeck.

Christoph Klein, geboren 1963 in Dieburg, war nach dem Studium der Kunstpädagogik bei Prof. Hans Peter Reuter und dem Referendariat etliche Jahre als Kunstlehrer am Gymnasium Albertinum in Coburg tätig. Seit geraumer Zeit arbeitet er als akademischer Direktor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er ist im kunstpädagogischen Bereich tätig, sein Arbeitsgebiet umfasst die praktische Ausbildung im Bereich der Zeichnung, kunstgeschichtliche- kunsttheoretische und fachdidaktische Fragestellungen, sowie die Vermittlung konzeptioneller Kunst. Und nebenher malt und zeichnet er selbst.

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