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Gipfeltreffen der Liedermacher

Immer am letzten Freitag im November lädt der in Breitengüßbach bei Bamberg lebende Liedermacher Tim Köhler hochkarätige, oft buchstäblich ausgezeichnete Künstlerinnen und Künstler zu einem gemeinsamen Konzert

Datum: 27. November 2026

Zeit: 19:30 Uhr


Diesmal sind dabei:
SEBASTIAN KRÄMER (Berlin)
Es beehrt uns der wohl bekannteste Vertreter des deutschsprachigen Liederschaffens, den wir bisher am Leimershof begrüßen durften. Alleine die Tonträger und Programme aufzuzählen, die er seit mittlerweile fast dreißig Jahren unter so wunderbaren Titeln wie Mein Kanarienvogel hat zugeschaut oder Die Entmachtung des Üblichen veröffentlicht hat, könnte den hier vorgesehenen Platz füllen. Selbiges gilt für die ihm verliehenen Preise und Auszeichnungen, weshalb stellvertretend nur der Deutsche Kleinkunstpreis 2009, der Deutsche Kabarettpreis 2012 und der Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2021 genannt seien. Sein größter Trumpf ist wohl sein herausragendes Gespür für Sprache und Wortwahl, weswegen er damals regelmäßiger Teilnehmer an Poetry Slams sogar in einer wissenschaftlichen Betrachtung einmal als Hoffnung im Kampf gegen den allgemeinen Sprachabbau tituliert wurde. Dass er bei diversen Fernsehauftritten in der Regel im Rahmen von Comedy-Formaten wie Nightwash oder Kabarettsendungen wie Neues aus der Anstalt oder Mitternachtsspitzen zu sehen war, belegt, dass er dieses Gespür gerne in den Dienst des Augenzwinkernden bis Skurrilen stellt. Doch auch auf Anrührendes und Tiefgehendes darf sich das Publikum freuen. Ohnehin sind bei ihm die Grenzen zwischen Tragik und Humor durchaus fließend. Bei alldem treten seine kompositorischen und pianistischen Fertigkeiten manchmal fast etwas in den Hintergrund, dabei sind sie zweifelsohne virtuos und facettenreich Westdeutsche Zeitung. Oder wie es einmal geradezu euphorisch im Main-Echo hieß: Wenn er sich ans Klavier setzt , perlen Melodien aus ihm heraus, die wie verrückte Magie verlockende Kringel in die Luft pusten. Freuen wir uns also auf einen „Sprachartisten und Ausdrucksgourmet“ (Allgemeine Hannoversche Zeitung)

JOYCE NOVEMBER (Erfurt)
„Niemals aufgeben“ - Diese Antwort auf die Interview-Frage, was sie Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern als Ratschlag mit auf den Weg geben würde, zieht sich wie ein roter Faden durch das Schaffen der Songwriterin aus Thüringen. So nutzte sie, die so leidenschaftlich gerne live auf der Bühne spielt, beispielsweise die zwangsweise Konzertpause während der Corona-Zeit, um jeden Monat ein Lied samt Video in Eigenproduktion zu veröffentlichen, wobei sie neben ihrem Hauptinstrument, der Gitarre, auch Bass und Klavier einspielte oder sich gar den Umgang mit weiteren Instrumenten wie dem Banjo selbst beibrachte. Aber auch in ihren Texten, in denen sie musikalische Kurzgeschichten in vielsagende Bildsprache verpackt, spiegelt sich dieses Motto häufig wider. Nicht selten beschäftigt sie sich mit Tiefen und Hindernissen im Leben, ohne je den Elan zum Weitergehen des eingeschlagenen Wegs vermissen zu lassen. Egal, wie ruhig und nach innen gekehrt es in ihren Liedern manchmal zugehen mag, niemals fehlt es ihnen an positiver Energie. Zusammen mit eingängigen Melodien, gekonntem und sehr vielseitigem Gitarrenspiel sowie ihrer charismatischen Stimme entsteht so Musik mit leisem Charakter und lauten Emotionen. Alleine von 2016 bis 2024 veröffentlichte sie damit fünf Alben, und einige ihrer Songs sind regelmäßig präsent im Programm von MDR Kultur. Aber am allerliebsten steht sie eben doch live auf der Bühne, mal solo, mal in Begleitung einer Band. Unter anderem spielte sie dabei auch im Landesfinale von local heroes Thüringen, bei live übertragenen Konzertreihen des MDR oder im Vorprogramm von bekannten Namen wie Alin Coen oder Frank Turner.

TIM KÖHLER (Breitengüßbach)
Der Mann mit der Wahnsinnsstimme am Klavier, der so wunderbar mit deutscher Sprache umgehen kann, und der so unprätentiös mal eben Gefühlswelten beschreibt, die jeder von uns kennt, aber die kaum jemand auf eine so großartige Weise in Worte, geschweige denn in Lieder packen kann. So präsentierte die Kölner Kleinstbesetzung den musikalischen Gastgeber des Abends, der aufgrund seiner Texte und der gesanglichen Darbietung gerne einmal in die Nähe von Sven Regener gerückt wird. Seine Lieder, die von den Höhen und Tiefen des Zwischenmenschlichen handeln, kommen gerne melancholisch daher, bleiben dabei aber immer unverkrampft und authentisch. Sie brachten ihm unter anderem bereits diverse Preise wie den Rhein-Main-Liedermacherpreis oder den Jurypreis Hoyschrecke ein und öffneten ihm den Weg auf renommierte Haupt-Bühnen. Ganz groß, urteilten etwa die Nürnberger Nachrichten nach einem Auftritt beim Bardentreffen und bescheinigten dem Liedermacher, ziemlich beispiellos in der hiesigen Musikszene sowie unbedingt hörenswert zu sein.

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