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Orgelkonzert mit Violine

Sunkyung Noh, Minkyung Sul

Datum: 18. April 2027

Zeit: 17:00 Uhr


Sunkyung Noh - Orgel
Minkyung Sul - Violine

Johann Sebastian Bach - Sinfonia aus der Kantate Wir danken dir, Gott, wir danken dir BWV 29 (Bearbeitung: Marcel Dupré)
Ernst Toch - A Ground MB 40
Jan Baptist Vanhal - Chaconne g-Moll (Bearbeitung für Violine und Klavier: Léopold Charlier)
Josef Gabriel Rheinberger - Introduktion und Passacaglia e-Moll op. 132
Eugène Ysaÿe - Fragment
Arvo Pärt - Fratres
Leo Sowerby - Carillon
Louis Vierne - Finale aus der Symphonie für Orgel Nr. 6 h-Moll op. 59

Sie soll nicht das Ohr füllen, sondern das Herz in Bewegung setzen. Dies meinte Carl Philipp Emanuel Bach über die Musik seines berühmten Vaters – und die einleitende Sinfonia der 1731 entstandenen Ratswahlkantate BWV 29 aus der Feder des Barockkomponisten ist eine glanzvolle Eröffnung dieses Konzertes. Zu Gast ist eine junge und mittlerweile international gefragte Organistin: Die Südkoreanerin Sunkyung Noh, die das Programm zusammen mit unserer 2. Konzertmeisterin Minkyung Sul gestaltet. Es schlägt einen wunderbaren Bogen von der Vergangen heit bis in die Moderne. Das Renaissance-Werk des Engländers Thomas Tomkins schwankt zwischen bewegter und kontemplativer Musik. Die um 1745 verfasste g-Moll-Chaconne des Italieners Tomaso Antonio Vitali wurde mehrfach arrangiert und eine der romantischsten Versionen lieferte 1911 der Belgier Léopold Charlier. Die Passacaglia aus der 1883 geschriebenen achten Orgelsonate von Joseph Rheinberger erzielt ihre Wirkung durch die sich steigernden Variationen über einem gleichbleibenden Bass. Der koreanisch-deutsche Tonschöpfer Isang Yun schuf sein avantgardistisches Stück Fragment 1975: Es besticht durch seine faszinierenden Verarbeitungen und dynamischen Abwandlungen. Das 1977 uraufgeführte und in vielen Besetzungen vorliegende Fratres mit seinen geradezu hypnotisierenden Themen-Variationen ist eines der Schlüsselwerke von Arvo Pärt. Wie ein Turmglockenspiel klingt die Komposition Carillon von 1917, eines der Jugendstücke des Amerikaners Leo Sowerby – und den bewegenden Abschluss bildet das mitreißende Finale von Louis Viernes letzter Orgelsymphonie aus dem Jahr 1930.

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